Literatur zu den Themen Medizin und Genetik

Zu diesen Themenbereichen gibt es leider wenig Literatur. Häufig finden sich aktuelle Informationen nur in den einschlägigen Fachzeitschriften.
Hier sind einige Titel von Büchern und Broschüren gezeigt, die sich mit medizinischen Aspekten bei Menschen mit Down-Syndrom beschäftigen und Sie für eventuelle gesundheitliche Probleme Ihres Kindes sensibilisieren und im Gespräch mit Ärzten oder Therapeuten eine Hilfe sein können.


Medizinische Aspekte bei Kindern mit Down-Syndrom
Deutsches DS-InfoCenter, 2006

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Herzfehler bei Kindern mit Down-Syndrom
Deutsches DS-InfoCenter, 2006

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Wolfgang Storm
Das Down-Syndrom

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 1995

In diesem Buch sind die zahlreichen möglichen medizinischen Komplikationen in verschiedenden Organsystemen, die bei Down-Syndrom vorkommen können, dargestellt. Dann wird modellhaft an einer interdisziplinären Vorsorgeambulanz gezeigt, wie eine medizinische Betreuung vom Neugeborenen bis zum Erwachsenenalter gewährleistet werden kann, um Patienten mit Down-Syndrom zu mehr Lebensqualität und zur vollen Ausschöpfung ihrer Entwicklungsmöglichkeiten zu verhelfen.


Katja Weiske
Die ärztliche Sicht auf Menschen mit Down-Syndrom

V&R Unipress, 2008

Die Lage von Menschen mit Down-Syndrom hat sich in den letzten Jahren grundlegend gewandelt. Einerseits ist ihre Lebenserwartung und Lebensqualität deutlich gestiegen. Andererseits sinkt ihre Chance, überhaupt am Leben teilzunehmen, durch die pränatale Diagnostizierbarkeit ihrer Behinderung. In über 90 Prozent der Fälle führt die Diagnose einer Trisomie 21 zur Entscheidung für einen Schwangerschaftabbruch.
Woher kommt die heute bestehende defektorientierte Sichtweise gerade im Kontext ärtzlicher Beratung? Die Autorin macht sich auf die Suche nach den historischen Wurzeln des ärtzlichen Blickwinkels, ist das Phänomen „Mongolismus“ doch seit dem 19. Jahrhundert Gegenstand medizinischer Literatur.


Wolfgang Storm
Homöopathische Behandlung von behinderten Kindern – am Beispiel des Down-Syndroms

Sonntag, 1999

Ein häufiges Problem bei behinderten Kindern: Das Entwicklungspotential eines Kindes lässt sich nicht voll ausschöpfen, wenn sich sein Organismus ständig mit chronischen Krankheiten auseinandersetzen muss. Hier kann die Homöopathie wertvolle Hilfe bieten. Der Autor vermittelt praxisorientiert und einfühlsam seine langjährigen Erfahrungen mit dem Down-Syndrom als Leitender Arzt im St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn, aus der Elternberatung sowie aus der Fort-und Weiterbildung.


E. Schwinger, J. Dudenhausen
Menschen mit Down-Syndrom: Genetik, Klinik, Therapeutische Hilfen
Urban & Vogel, 2007

Das Buch gibt einen vollständigen Überblick über die Genetik und das gesamte Symptomenspektrum des Syndroms, über Diagnostik, Therapie und pädagogische Möglichkeiten. Zwölf anerkannte Mediziner, Therapeuten und Pädagogen haben über ihr jeweiliges Fachgebiet geschrieben.


Birgit Zirn
Die Genetische Sprechstunde

Steinkopff, 2009

In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 genetische Beratungen durchgeführt – Tendenz steigend. Doch was passiert in einer genetischen Sprechstunde? Wer hat einen Anspruch darauf? Wie kann man sich vorbereiten? Welche Erkankungen und Behinderungen sind überhaupt erblich bedingt? Viele Patienten fühlen sich hinsichtlich dieser Fragen alleine gelassen, da es an entsprechenden verständlichen Informationen zum Nachlesen mangelt. Um diese Lücken zu schließen und möglichst vielen Menschen die Vor- bzw. Nachbereitung einer genetischen Beratung zu erleichtern, ist im Wissenschaftsverlag Springer das Buch Die Genetische Sprechstunde erschienen.


Wolfram Henn
Der Mythos von den guten Genen
– Warum Frauen nicht schwach, Schwarze nicht dumm und Behinderte nicht arm dran sind
Herder, 2005

In seinem Buch befasst sich Wolfram Henn mit Genen aller Art. Er geht der Frage nach, ob wir nach der Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes für das neue Genomzeitalter ein neues Menschenbild brauchen. Haben die moderne Biologie und die Genetik moralisch relevante neue Erkenntnisse über uns selbst gebracht, dass wir den Umgang miteinander und unser Selbstverständnis als Menschen neu gestalten müssen?
Um unsere Toleranz gegenüber biologischer Verschiedenheit zu überprüfen, untersucht er, wie wir mit Lebenwesen anderer Arten, mit anderen Völkern, mit dem anderen Geschlecht und mit dem gesundheitlich anderen umgehen.
Das Buch ist vor allem ein Plädoyer für Toleranz anderen gegenüber. Niemand ist genetisch vollkommen und das ist gut so.