Engagement wird gewürdigt

Regelmäßig vergibt das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter den „Moritz“ an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise für Menschen mit DS engagiert hat und ein „Goldenes Chromosom“ an Personen mit Down-Syndrom, die sich durch eine besondere Leistung hervorgetan haben.

Der „Moritz“, eine kleine Bronzefigur, ein Kind mit Down-Syndrom darstellend und entworfen vom Bildhauer Hanspeter Widrig, wurde im Rahmen der Down-Syndrom-Fachtagung 1996 in Hannover zum ersten Mal überreicht.

DIE PREISTRÄGER 2009

Am 13. November 2009 wurden im Rahmen eines festlichen Abends zur Premiere unseres neuen Informationsfilms „Down-Syndrom in Bewegung“ auch die diesjährigen Ehrungen – nun bereits zum achten Mal – vorgenommen.

Moritz-Preisträgerin Den „Moritz“ 2009 erhielt die Mainzer Pädagogin Inge Henrich, die sich seit vielen Jahren in ihrer Praxis für Entwicklungspädagogik für die Förderung vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Down-Syndrom einsetzt.
Inge Henrich versteht es, aus einer Vielfalt an Methoden und Materialien das Lernangebot für das individuelle Kind so vorzubereiten, dass es genau passt – eine Fähigkeit, die diese Pädagogin auszeichnet.
Mit viel Geduld, Kreativität, Humor und Beharrlichkeit unterstützt sie junge Menschen mit Down-Syndrom in der Entwicklung ihrer Gesamtpersönlichkeit und einzelner Handlungskompetenzen und vermittelt ihnen ganz nebenbei den Spaß am Arbeiten. Die Erfolge, die sie und ihr Team dabei erzielen, sprechen für sich.

 

„Goldenes-Chromosom“-PreisträgerinDas „Goldene Chromosom“ ging 2009 an Patricia Netti.
Als Praktikantin an einer Kunstschule, an der sie gleichzeitig Malkurse belegt, assistiert sie auch bei so genannten Zukunftskonferenzen.
Patricia hat vielfältige Interessen und Aktivitäten – beeindruckend ist auch ihr soziales Engagement, ob in der Bibliothek, im Seniorenzentrum oder beim Verein für krebskranke Kinder. Ein herzenswarmer Mensch, Zuversicht und Selbstbewusstsein ausstrahlend, selbstständig und kompetent – ein Vorbild für andere Menschen mit DS.

 

 

Die früheren „Moritz“-Preisträger waren:

1996 Prof. Dr. Etta Wilken von der Universität in Hannover
1998 Dr. Wolfgang Storm von der Kinderklinik und DS-Ambulanz in Paderborn
2000 Dr. Ekkehart Paditz, Universitätsklinik Dresden
2002 Dr. Gisela Höhne und Klaus Erforth, Gründer und Regisseure des RambaZamba Theaters in Berlin
2005 Prof. Andreas Hinz und Ines Boban von der Universität Halle
2006 Prof. Dr. Wolfram Henn, Humangenetiker an der Universität des Saarlandes
2008 Prof. Dr. Helmut Singer, Kinderkardiologe an der Unikinderklinik in Erlangen

 

Bild mit Preisträgern

 

Das Goldene Chromosom erhielten:

1999 Bobby Brederlow für seine Leistungen in der Fernsehserie „Liebe und weitere Katastrophen“, die Anfang 1999 von der ARD ausgestrahlt wurde.

2005 Marco Huber, der „Mann mit der Krawatte“, der seit 15 Jahren einen Arbeitsvertrag mit der Stadt Otzberg hat, wo er in der Verwaltung tätig ist. Marco führt ein weitgehend selbstständiges Leben und ist in seiner Heimatgemeinde gut integriert.

2007 Christoph Eder, ein Künstler aus der DelaTour-Werkstatt in Österreich.

2008 Drei Personen mit Down-Syndrom, und zwar:
Claudia Petersen, die seit vielen Jahren im Stadthaus Hotel Hamburg tätig ist
Lisa Mandl aus Garching, ein flotter Teenager, die mit eisernem Willen zeigte, dass sie einen Rollerführerschein schaffen konnte und die durch ihre Malarbeiten viele Menschen erfreut.
Simon Beresford aus England, der als erster Mann mit Down-Syndrom einen Marathon lief und Pate stand für das erfolgreiche Marathoni-Projekt, das 2007 in Deutschland startete.