Welt-Down-Syndrom-Tag am 21.3.2010
Der 21. März wurde offiziell als Welt-DS-Tag von der Down Syndrom International (DSI) festgelegt, einem Verein, in dem sich weltweit DS-Organisationen zusammengeschlossen haben. Diese jährlich wiederkehrende Kampagne soll die Anliegen der Menschen mit DS dem Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit nahebringen.
Down-Syndrom – auch Trisomie 21 genannt – ist eine genetische Besonderheit, bei der das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist. In Anlehnung an diese Tatsache wurde als Datum des Welt-Down-Syndrom-Tages der 21.3. gewählt. Zum ersten Mal wurde dieser Welt-DS-Tag am 21. März 2006 begangen. Seitdem setzt sich die Idee, diesen Tag zu einem Apell an die Gesellschaft zu nutzen, immer mehr durch.
Der jährliche Aktionstag ist mit folgenden Zielen ins Leben gerufen:
- Menschen mit DS die Möglichkeit zu geben, in der Öffentlichkeit ihre Situation darzustellen,
- für Aufmerksamkeit und Verständnis für Menschen mit DS zu werben,
- neue Erkenntnisse über das Syndrom zu verbreiten, um damit mehr Kompetenz im Umgang mit dieser Menschengruppe zu vermitteln,
- Verantwortliche in Politik, Medien und Gesellschaft daran zu erinnern, dass Inklusion Bestandteil grundlegender Menschenrechte ist,
- Unterstützung für Menschen mit DS zu mobilisieren, um ihnen Teilhabe an allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens zu ermöglichen.
Nicht zuletzt dient der Welt-DS-Tag dazu, den Fokus auf die Würde, die Rechte und das Wohlergehen von Menschen mit DS zu richten. Menschen mit DS wollen und können als voll akzeptierte Mitglieder dieser Gesellschaft leben.
Aktionen und Angebote des DS-InfoCenters zum 21.3.2010:
- Infoblatt mit Übersicht über Aktionen und Angebote
Download Infoblatt - Pressetext zum Download, den Sie für Ihre Öffentlichkeitsarbeit verwenden können
Download Pressetext
- Aktions-Flyer mit dem Motto „Heute ist unser Tag“, der beim InfoCenter bestellt werden kann
Ansicht Aktions-Flyer - Aktions-Postkarten (4 Motive), die beim InfoCenter bestellt werden können
(Auf unser ursprüngliches Vorhaben, die Motive auch als E-Card anzubieten, haben wir aus technischen Gründen für dieses Jahr verzichtet und bitten dafür um Ihr Verständnis.)
Ansicht Aktions-Postkarten
Informationen zum Welt-Down-Syndrom-Tag (in englischer Sprache) finden Sie auch unter: www.worlddownsyndromeday.org
SONDERAUSGABE „DIAGNOSE DOWN-SYNDROM, WAS NUN?“

In der neu zusammengestellten Sonderausgabe „Diagnose Down-Syndrom, was nun?“
finden Familien, die am Anfang eines gemeinsamen Lebensweges mit einem Kind mit Down-Syndrom stehen, viele interessante und Mut machende Artikel. mehr ...
Yes, we can …!
Mathematik für Menschen mit Down Syndrom
Das Grundtvig-Programm
Hier handelt es sich um ein EU-Programm für allgemeine Erwachsenenbildung, benannt nach dem dänischen Theologen und Pädagogen Nikolaj Severin Grundtvig (1783-1872). Er gilt als Nestor der Heimvolkshochschule und hat für das lebenslange Lernen wichtige Impulse gegeben.
Zwei Ziele stehen bei Grundtvig im Vordergrund: Die Bildungsanforderungen, die sich aus einer Überalterung der Bevölkerung ergeben und zum anderen die Unterstützung von Erwachsenen bei der Erweiterung und Vertiefung ihres Wissens und ihrer Kompetenzen.
Das aktuelle Projekt
Unter dem Motto „Lebenslanges Lernen“ für alle EU- Bürger ist mit Beginn dieses Jahres der Startschuss zu einer multilateralen Zusammenarbeit von sechs Ländern gefallen, die Erkenntnisse über die mathematischen Fähigkeiten von Menschen mit Down-Syndrom und deren Entwicklung zum Inhalt hat. Das EU Projekt „Yes we can“ ist auf die Dauer von zwei Jahren ausgelegt und will europaweit auf die Bedürfnisse und Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit Down Syndrom aufmerksam machen.
Die Teilnehmer
Das Projekt „Yes, we can …“ steht unter der Projektleitung von Österreich in Zusammenarbeit mit den Ländern Deutschland, Rumänien, Tschechien, Italien und Dänemark. Solche multinationalen Netzwerke im Rahmen des Grundtvig-Programms „Lifelong learning“ sind auf eine effiziente Verknüpfung verschiedener, an der Erwachsenenbildung beteiligter Einrichtungen ausgelegt. So entsteht die Möglichkeit, zum einen in gemeinsamer Arbeit mit neuen Verfahren, die in Bezug auf Lernmöglichkeiten entwickelt wurden, in Kontakt zu kommen und zum anderen Zugänge zu weiteren Informationen zu entwickeln.
Das Down-Syndrom
Etwa 300 000 Menschen leben in Europa mit dem Down Syndrom, auch genannt Trisomie 21. Sie kommen mit einer genetischen Veränderung in ihrem Chromosomensatz zur Welt, welche im 19. Jahrhundert nach dem englischen Arzt Dr. John Langdon Down benannt wurde. Bei Menschen mit Down Syndrom ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden, derzeit kommt auf ca. 900 Geburten ein Kind mit Down Syndrom. Auch Menschen mit dieser genetischen Besonderheit haben, wie alle anderen Menschen, ein Recht darauf, durch individuelle Förderprogramme und Inklusion im gesamtgesellschaftlichen Alltag die Möglichkeit zu erhalten, zu lernen, zu leben und zu arbeiten „wie andere Menschen auch“.
Rechenkompetenzen von Menschen mit Down-Syndrom
Häufig begegnet man in Veröffentlichungen der Auffassung, dass Menschen mit Down-Syndrom keinerlei Rechenkompetenzen erwerben könnten. Im Verlauf dieses Projekts sollen nun mit Hilfe eines didaktischen Konzepts, das auf neuropädagogischen Ansätzen beruht, europaweit 600 Menschen mit Down-Syndrom an die Grundrechenarten herangeführt werden. Dabei soll durch den Einsatz der Hände die Aktivierung beider Gehirnhälften, das Erlernen der Grundrechenarten sowie deren optimale Speicherung im Langzeitgedächtnis gefördert werden. So könnte es möglich werden, Menschen mit Down-Syndrom über dieses Projekt hinaus an den Umgang mit Geld, mit Mengen, Maßen und der Uhr heranzuführen und ihnen auf diese Weise neue oder mehr Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe zu eröffnen. Das Projekt will ferner dazu beitragen, Vorurteile und falsche Beurteilungen über die geistigen Entwicklungsmöglichkeiten von Personen mit Down-Syndrom abzubauen. Viel zu lange unterschätzt, sollen Menschen mit dieser Chromosomenbesonderheit dank des Grundtvig Programms Chancen auf mathematische Bildung eröffnet werden.
Ablauf des Projekts
In einem ersten Schritt wurde durch die Universität Kopenhagen ein Fragebogen erstellt, mit dem die teilnehmenden Länder jeweils 70 Personen in Bezug auf ihre mathematischen Kompetenzen befragen werden. Auf der Basis der Auswertungsergebnisse der Fragebögen durch die Universität Kopenhagen soll dann die Arbeitsmethode „Rechnen mit rechts und links“ modifiziert und Arbeitsmaterialien dazu entwickelt werden.
Anfang März 2011 schickt jede Teilnehmernation zwei Personen nach Österreich, die dort in der Rechenmethode „Rechnen mit rechts und links“ ausgebildet werden. Heimgekehrt sollen sie in ihrem jeweiligen Heimatland selbst 15-20 Trainer ausbilden, die dann in der Zeit von April bis Oktober mit 100 jungen Menschen mit Down Syndrom mit diesem Rechensystem trainieren sollen. So sollen europaweit ca. 600 Menschen mit Down Syndrom dieses Rechensystem kennenlernen, damit arbeiten und so ihre mathematische Kompetenz verbessern um damit möglichst zu einem besseren Verständnis von Geld, Maßen, Mengen und der Uhr befähigt zu werden.
Alle in dem Projekt gesammelten Erfahrungen werden letztendlich in einem Handbuch zusammengefasst und bestimmen die Gestaltung und Entwicklung einer Materialbox zu dieser Rechenmethode. Um die Arbeit in dem System auch preislich erschwinglich zu gestalten, soll der Preis für diese Box den Betrag von 10 € nicht übersteigen.
Erstes Treffen in Leoben
Am 22./23 Januar 2010 haben sich die Vertreter der teilnehmenden Länder zu ihrem ersten Treffen versammelt. Am Beginn stand die Vorstellung der verschiedenen Organisationen aus den teilnehmenden Ländern, gefolgt von der Präsentation des Arbeitsprogramms, des Projektmanagements sowie des Finanzmanagements. Das nächste Treffen der teilnehmenden Partnernationen findet am 24./25. Juni 2010 in Kopenhagen statt.
1. PROJEKTPHASE:
ERHEBUNG ÜBER DIE MATHEMATISCHEN KOMPETENZEN VON MENSCHEN MIT DS
Im Rahmen des zweijährigen EU-Grundtvig-Projektes mit dem Titel „Lifelong learning“ sollen mittels einer Bedarfsanalyse (Fragebogen) die mathematischen Kompetenzen von Menschen mit Down Syndrom ermittelt werden. Gemeinsam mit den Partnerländern Österreich, Dänemark, Rumänien, Deutschland, Italien und Tschechien soll dann ein Rechenlernset, das aus einer Materialienbox, einem Handbuch und einer DVD besteht, entstehen. Um diese Materialien möglichst präzise für die Zielgruppe von Erwachsenen mit Down Syndrom entwickeln zu können, bittet Sie das DS-InfoCenter als einer der Partner dieses Projekts um Ihre Erfahrungen.
Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, füllen Sie bitte den Fragebogen verlässlich aus und schicken diesen bis spätestens 12. März 2010 per E-Mail oder postalisch zurück
an:
Deutsches Down-Syndrom InfoCenter
Hammerhöhe 3
91207 Lauf
ds.infocenter@t-online.de
Tel. 09123-982121
Hinweis: Fragebogen bitte in Word speichern, in Word ausfüllen und als Word-Dokument-Anlage Ihrer Mail anhängen)
Bitte verwenden Sie für jede Person mit Down-Syndrom einen eigenen Fragebogen. Sowohl Fachpersonal, das direkt mit Menschen mit Down Syndrom arbeitet, wie auch Eltern können diesen Fragebogen ausfüllen.
Den Fragebogen finden Sie hier: Download Fragebogen
Die Auswertung der Fragebogenuntersuchung finden Sie ab September 2010 unter www.downsyndrom-yeswecan.eu.
Sollten Sie Interesse an einem zweitägigen Workshop haben, der vom 21.3. bis 22.3. 2011 in Nürnberg oder Umgebung stattfinden und sich mit der Entwicklung von mathematischen Kompetenzen bei Menschen mit Down Syndrom befassen wird, teilen Sie uns dies bitte mit. Wir melden uns dann rechtzeitig bei Ihnen.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit zum Ausfüllen des Fragebogens und unterstützen Sie dieses europaweite EU-Projekt unter dem Motto „Yes, we can!“ durch Ihre Kompetenz und Ihre Erfahrung! Je mehr Feedback wir bekommen, desto repräsentativer wird das Ergebnis der Studie sein.

Online-Befragung über den
Gebärdenwortschatz von Kindern
mit Down-Syndrom
Viele Familien und Therapeuten arbeiten seit vielen Jahren mit GuK – dem Konzept der Gebärden-unterstützten Kommunikation nach Etta Wilken. Durch die Kombination von Gebärden und Lautsprache fördert GuK das Sprechenlernen, indem es das Verstehen und Verständigen unterstützt. Eine Erhebung zu GuK – wobei u.a. der Gebärdenwortschatz von Kindern mit Down-Syndrom in unterschiedlichen Altersstufen erfasst werden soll – liegt noch nicht vor. Diese ist nun das Ziel einer Studie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Schon wieder so ein endloser, öder Eltern-Fragebogen?
Nein, dieser Fragebogen hat Pfiff und lässt sich schnell und bequem online ausfüllen; und ganz nebenbei: Sie sind das wichtigste Zahnrad, ohne das nichts läuft!
Sehr geehrte Eltern,
aus diesem Grund möchte ich Sie ganz herzlich bitten,
an einer Elternbefragung teilzunehmen, die ich Ihnen im Folgenden gerne etwas näher vorstellen möchte.
Wer wird gesucht?
- Sie haben eine Tochter oder einen Sohn mit Down-Syndrom?
- Ihr Kind wurde noch nicht eingeschult?
- Und Sie nutzen die Gebärden aus GuK, dem Konzept der Gebärden-unterstützten Kommunikation von Etta Wilken?
Dann bin ich bei Ihnen genau an der richtigen Adresse!
Worum geht es?
Durch die Kombination von Gebärden und Lautsprache fördert GuK das Sprechenlernen indem es das Verstehen und Verständigen unterstützt. Dennoch hält sich das Vorurteil, dass der Nutzen Gebärden-unterstützter Kommunikation gering ist und dieser Weg womöglich die Entwicklung der Lautsprache hemmt.
Diese Arbeit verfolgt daher das Ziel, den Gebärdenwortschatz von Kindern mit Down-Syndrom aus GuK 1 (Grundwortschatz) in unterschiedlichen Altersstufen zu erheben. Ich bin mir sicher, dass dadurch die Effektivität und der Nutzen von GuK ersichtlich werden.
Eine derartige Erhebung zu GuK liegt m. E. noch nicht vor. Und Sie, liebe Eltern, können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten, indem Sie für eine entsprechende Aussagekraft möglichst zahlreich an dieser Befragung teilnehmen und letztlich damit auch anderen Eltern Mut machen, mit ihrem Kind zu gebärden.
Wann und Wie kann ich endlich loslegen?
Melden Sie sich bitte per E-Mail an wagnersi@ph-heidelberg.de – Ich werde Ihnen dann umgehend die Adresse zu der Internetseite zukommen lassen, auf der Sie den Fragebogen und weitere Informationen finden. Die Teilnahme selbst ist dann absolut anonym.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, etwas von Ihrer Zeit in Anspruch nehmen zu dürfen und bedanke mich mit den besten Grüßen
Ihr Silvio Wagner
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Fakultät I
Institut für Sonderpädagogik
Sonderpädagogische Frühförderung und
allgemeine Elementarpädagogik
Prof. Dr. Klaus Sarimski
Stud. Paed. Silvio Wagner
Facebook-Gruppe gegen Kinder mit DS
Das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter nimmt mit folgender Pressemitteilung an die Deutsche Presse-Agentur Stellung zur Aktion einer Gruppierung im Online-Netzwerk Facebook, die sich gegen Kinder mit DS richtet.
In den Medien wurde in den letzten Tagen über eine im Facebook verbreitete, skandalöse Aktion berichtet, die – von einer italienischen Gruppierung propagiert – vorschlägt, Kinder mit DS zu beseitigen, indem man sie als Zielscheiben in Schießzentren verwendet.
Wir, das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter, stellvertretend für alle Menschen mit DS, ihre Familien und Freunde sowie alle DS-Gruppierungen in Deutschland, sind entsetzt und tief betroffen über dieses würdelose, skandalöse und verbrecherische Verhalten. Wir verurteilen solche Bestrebungen aufs schärfste. Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel und ein Verstoß gegen die grundlegenden Menschenrechte.
Gerade hier in Deutschland ruft solches Handeln beschämende Erinnerungen wach an die Geschehnisse während der Nazizeit, die sich nie mehr wiederholen sollen.
Dieser Aufruf zeigt die Gefahr auf, dass verbrecherisches Gedankengut wie die genannte Aktion sich durch die heutigen medialen Möglichkeiten wie Facebook rasant verbreiten kann. Sie ist gleichzeitig eine Warnung, derartigen Handlungen keinen Raum zu gewähren und die mediale Wirklichkeit genau zu beobachten, um derartigen Tendenzen mit allen Mitteln entgegen zu wirken.
In diesem Zusammenhang wäre es wichtig, die Öffentlichkeit in den Medien, in Film, Fernsehen und Presse mit den positiven Ergebnissen der Integration – gerade auch von Menschen mit Down Syndrom – bekannt zu machen. So kann das veränderte, den heutigen Realitäten entsprechende Bild dieser Menschengruppe einer breiten Öffentlichkeit vermittelt werden. Menschen mit Down-Syndrom müssen als ebenbürtige Mitbürger in der Gesellschaft anerkannt werden und sich dort angstfrei bewegen können.
Die Erfahrungen, die die Welt in den verschiedensten Bereichen mit der Verfolgung von Menschengruppen wegen ihrer Volkszugehörigkeit, ihrer Hautfarbe oder einer Behinderung immer wieder macht, sollten eine Welle des Protests und der Abscheu auslösen.
Um solchen Geschehnissen mit allen Mitteln entgegenzuwirken, sollten die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, derartiges Gedankengut schon in den Anfängen aufzuspüren, zu verbieten und zu bestrafen.
Soweit der Wortlaut der Pressemitteilung.
Presseberichte über die Aktion in Facebook finden Sie unter unserem Menüpunkt DS in der Presse
„Down-Syndrom in Bewegung“
Feierlicher Abend mit Preisverleihung und Filmpremiere
Am 13. November 2009 fand im Marmorsaal der NÜRNBERGER Akademie in Nürnberg die Premiere des neuen Films „Down-Syndrom in Bewegung“ statt. Mehr als 200 Gäste waren gekommen, um dieses Ereignis mitzufeiern und zeigten sich beeindruckt und begeistert von den vielen lebendigen Bildern und der positiven Botschaft, die dieser neue Informationsfilm vermittelt.

Der Film – eine Produktion der Medienwerkstatt Franken – wurde vom Deutschen DS-InfoCenter in Auftrag gegeben. Er soll nicht nur Familien ansprechen, die gerade ein Kind mit DS bekommen haben oder die ein Kind mit DS erwarten, sondern auch in Schulen und Universitäten gezeigt, in Beratungsstellen eingesetzt oder bei Bibliotheken ausgeliehen werden können. Kurz, er soll allen, die sich diesem Thema nähern wollen, als eine erste Information dienen.
Deshalb zeigt der Film einen Querschnitt aus dem Leben von Menschen mit DS und greift viele Aspekte auf, die bei einer Filmlänge von 35 Minuten natürlich nur angerissen werden konnten. Trotzdem vermittelt dieser Film in einer kompakten Form eine umfassende Übersicht darüber, wie heute der Lebensweg eines Kindes, eines Jugendlichen oder erwachsenen Menschen mit DS aussehen kann. Weitere Informationen zum Film
[Den Trailer zum Film starten Sie über das Bild unten]
EHRUNG DER PREISTRÄGER
Außerdem wurden bei diesem Anlass – bereits zum achten Mal – der „Moritz“ und das „Goldene Chromosom“ verliehen.
Mit dem „Moritz“ wird jedes Jahr eine Persönlichkeit geehrt, die sich für Menschen mit Down-Syndrom in herausragender Weise engagiert. Der „Moritz“ 2009 wurde der Mainzer Pädagogin Inge Henrich überreicht, die sich seit vielen Jahren in ihrer Praxis für Entwicklungspädagogik für die Förderung vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener mit Down-Syndrom einsetzt. Weitere Informationen zu den Preisen und zu früheren „Moritz“-PreisträgerInnen
Das „Goldene Chromosom“, eine Anerkennung für besondere Leistungen, die nur Menschen mit Down-Syndrom vorbehalten ist, ging in diesem Jahr an Patricia Netti.
Als Praktikantin an einer Kunstschule, an der sie gleichzeitig Malkurse belegt, assistiert sie auch bei so genannten Zukunftskonferenzen. Patricia hat vielfältige Interessen und Aktivitäten, ist selbstständig und kompetent – ein Vorbild für andere Menschen mit DS.
Weitere Informationen zu den Preisen und zu früheren „Goldenes Chromosom“-PreisträgerInnen
Durch das Programm des Abends führte Cora Halder, Geschäftsführerin des InfoCenters, die sich im Anschluss an die Premiere bei Michael Aue von der Medienwerkstatt Franken, dem Regisseur des Films, bedankte.
Für die musikalische Umrahmung sorgte der bekannte Akkordeonist Ivan Hajek, der auch die Musik zum Film lieferte.
Eine gelungene Veranstaltung, die mit einem feinen Buffet, einem Gläschen Sekt und vielen Möglichkeiten zu Austausch und Gesprächen zu Ende ging.

Modelinie für Menschen mit Down-Syndrom
An alle Menschen mit Down-Syndrom und ihre Vertraute: Wir benötigen Ihre Hilfe!
Kennen Sie diese Probleme beim Kleiderkauf auch? Die Hemdärmel schlabbern, der Kragen ist viel zu groß und um die Taille sind Oberteile zu eng? Das sind häufig frustrierende Einkauferfahrungen für Menschen mit Down-Syndrom: Alles andere als das reine Shopping-Vergnügen! Ganz zu schweigen von den vielen und regelmäßigen Gängen zur Änderungsschneiderei – verbunden mit Extrakosten und Zeit.
Das möchten wir für Sie gerne ändern! Zusammen mit dem bekannten Fashion-Experten Peyman Amin denken wir (Das Deutsche Down-Syndrom InfoCenter) über die erste europäische Down-Syndrom-Kollektion nach. Ziel des Projekts ist, auf die physiologischen Bedürfnisse von Menschen mit Down-Syndrom einzugehen, ihnen einen unkomplizierten Einkauf zu ermöglichen und den Änderungsbedarf zu minimieren. Natürlich darf auch die modische Komponente nicht zu kurz kommen! Bequemes Online-Shopping, unkomplizierte Umtausche und kostenlose Retouren sollen ihren Einkauf zukünftig perfekt(er) erleichtern.
Für dieses besondere Projekt benötigen wir Ihre Hilfe!
Verraten Sie uns: Wo liegen die größten Probleme beim Kleiderkauf für Menschen mit Down-Syndrom? Wo sehen Sie – mit Ihrer Alltags-Erfahrung – Lösungsansätze? Helfen Sie uns bitte, Probleme und Schwierigkeiten zu erfassen, damit wir uns genau mit diesen Punkten befassen und auf sie eingehen können!
Unter dem folgenden Link finden Sie einen Fragebogen, der nicht nur nach Ihren Bedürfnissen fragt, sondern bei der Ermittlung von DS-Norm-Größen – soweit vereinbar – hilft:
www.peyman-amin.de/downsyndromumfrage09/index_es.html